Gottesdienst an der Schleuse Herne‐Ost


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Auf dem Mondkanal ist jetzt das Video zum Gottesdienst an der Schleuse Herne‐Ost (Link zu YouTube) verfügbar.











Gottesdienst „Feuer und Wasser“


Vielen Dank für den Gottesdienst‐Film zu Johannes dem Täufer. Roland, Uli, Gerd und Team haben den Gottesdienst „Feuer und Wasser“ (Link zu YouTube) als „Gottesdienst an einem anderen Ort“ als Film aufgenommen.

Es gibt schöne Naturaufnahmen von den Ostbachtalteichen. Ein stimmiger Filmgottesdienst: Gedankenpassagen sind passend mit Filmsequenzen ergänzt, ob mit Feuer im Hintergrund oder mit dem Bild vom Isenheimer Altar.






Zu Corona‐Zeiten in Zion


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Dieser Tage geschah es: Die Kirchenfenster waren weit auf wegen Corona. Jede*r hätte sie für die Eingänge eines Taubenschlags halten können. Darum landete Nele‐Horstine, Alex‐Horst*ine bzw. Crowd‐Horst auf dem Altar der Zionskirche.

Alle fanden ihn*sie schön und schmückend als Symbol des Heiligen Geistes für unsere Kirche. Aber alle dachten auch an die Freiheit des Vogels. Jedenfalls hat eine Taube – der wir zwar einen Namen gaben, aber deren Geschlecht wir nicht genau benennen konnten – auch so ihre Bedürfnisse in der Kirche. O Gott, der Altar, der schöne Teppich im Altarbereich, die Sitzpolster! Klar hatte die Taube Schiss – nur zu verstehen die Angst durch all die Besucher, die sie in die Freiheit locken wollten. Wir wollten die Taube und auch uns frei wissen. Doch wir konnten sie nicht retten – es war Auf und Ab mit der Taube in Zion.

Schließlich beschlossen die Kinder zumindest die Kirche zu retten mit Folie, damit die Taube ruhig Schiss haben konnte. Doch als sie in die Zionskirche kamen, war alles anders: Die Taube saß nach missglückten Befreiungsversuchen durch Feuerwehr und Taubenverein unter der Ikone von Jesus und wartete auf ihre Befreiung. Da wurden die Kinder ganz leise und andächtig. Ein Mutiger suchte das Vertrauen der Taube und nahm sie schließlich mit einem Tuch auf. Alle Kinder bestaunten die Taube und gaben sie in einen sorgsam bereiteten Karton, um sie später der Taubenrettung zu übergeben.

Doch wieder geschah, was zu einer Taube und wohl auch zum Hl. Geist gehört, sie nahm sich die Freiheit, dahin zu gehen, wo sie will. Plötzlich befreite die Taube sich aus dem Karton und flog von Zion aus in die Freiheit: Wie schön, sie in die Freiheit fliegen zu sehen in dieser Corona‐Zeit in Zion. Und wie immer bei den spannendsten Erlebnissen haben wir leider kein Foto gemacht von der schönen Taube auf dem Altar von Zion – aber wir haben’s erlebt, was Gott nach Jes. 60,16 spricht: Du wirst erkennen, dass ich dein Retter und Befreier bin (GN)



Einfach schön


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Frau M. tat alle Ding mit großer Langsamkeit. „Du musst schneller machen“, mahnte Herr M. ein ums andere Mal.

„Warum“ fragte Frau M.

„Damit du mit der Arbeit fertig wirst und Zeit hast für die schönen Ding!“

„Und wenn ich einfach alles, was ich tue, schön finde?“

„Das kann man nicht! Niemand findet Adresskarteienpflegen schön.“

„Aber“, beginnt Frau M., „Es heißt: Gott hat alles schön gemacht. Auch hat er die Ewigkeit in unser Herz gelegt. Also muss das Schöne doch in allem zu finden sein, wenn man lange genug sucht.“

Susanne Niemeyer




Impuls zu Pfingsten






Impuls zum 8. Mai


„Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung“, heißt es im Talmud…

Richard von Weizsäcker sagte: „Der 8. Mai ist für uns vor allem ein Tag der Erinnerung an all das, was Menschen erleiden mussten“ – durch den 2. Weltkrieg und nationalsozialistische Gewaltherrschaft. Wenn wir uns erinnern, versuchen wir, uns etwas dem Geschehen zu stellen: unsäglichem Leid durch den Krieg und der Gewalt an Juden, Unschuldigen, Andersdenkenden, zivilen Opfern, Kriegsgefangenen. Es fällt schwer, sich zu stellen, und es hilft, etwas vom Gefühl zu erinnern.

Man kann eine Menge über diesen Krieg gelesen, gelernt und in Dokumentationsfilmen gesehen haben, wissen wollen und nicht wissen wollen: Mit Erinnerung an Leid und nationalsozialistische Gewaltherrschaft erinnern wir den 8. Mai als „Tag der Befreiung“! Richard von Weizsäcker hat Fakten und Gefühl in Übereinstimmung gebracht und hat sich vor 35 Jahren von falscher Ideologie abgegrenzt. Man kann natürlich Fakten wie die Bombennacht Dresdens verdrehen und Gefühle ideologisch manipulieren, doch wirklich die Gefühle der leidenden Menschen zu vernehmen und bei sich ankommen zu lassen, hilft: Dieses Erinnern befreit, Menschen zu achten – Krieg zu ächten!

Filme von Holocaust bis Überläufer bringen uns ein Gefühl dafür nahe. Mir sind Gefühle der Menschenverachtung, des sinnlosen Krieges, und wie sehr sich Menschen sehnten, von der Gewalt der Diktatoren und des Krieges befreit zu werden, mit Arno Geigers Buch „Unter der Drachenwand“ aufgegangen. Mit Briefen Heinrich Bölls und persönlichen Schilderungen kam etwas von diesem Krieg und der Gewaltherrschaft in meinem Innern an, was mahnt: „Nie wieder Krieg“ – es gilt, ideologischer Gewalt und jedem Hass entgegenzutreten. Wir müssen weiter erinnern, damit Ideologen die Fakten nicht verdrehen und der 8. Mai ein „Tag der Befreiung“ bleibt – uns befreit.

Der Historiker Martin Sabrow spricht beim 8. Mai von einem „die Zeiten überdauernden Tag der befreienden Niederlage und des rettenden Zusammenbruchs“. Natürlich hat dieser 2. Weltkrieg auch unendliches Leid für uns Deutsche bedeutete und Jesus sagt: „Wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen“ (Mt 26, 52). Achtlosigkeit gegenüber zugefügtem Leid führt zu Leid.

Die Erinnerung des 8. Mai befreit dazu, Krieg zu unterlassen und Frieden zu suchen. Dabei finden wir heute ein wiederaufgebautes Deutschland, „75 Jahre Frieden in Europa“ und den Wert von Menschenrechten und vereinten Nationen. Doch das Geheimnis der Erinnerung führt weiter: Es gilt, Verantwortung zu übernehmen und Stellung zu beziehen gegenüber Hass – gegen den Nationalismus für Europa einzutreten, Menschenrechte und die Vereinten Nationen stark zu machen; das befreit Menschen vom Leiden durch Gewaltherrschaft und Krieg – „Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung“.

P. S.: Zeitzeugnisse aus dem Herner Stadtarchiv im Film „Überliefert“ auf dem Mondkanal (Link zu YouTube)



Ein besonderer Gottesdienst an einem anderen Ort



In dieser Zeit, wo keine Gottesdienste stattfinden können − ein besonderer Gottesdienst an einem anderen Ort: Der Herr ist mein Hirte (YouTube‐Video).










Aus Gottes Garten:
vom Weinstock und den Reben. Joh. Ev. 15







Eine Wanderung zu einem Gipfel:
der schönste Satz des Osterkreises





Frohe Ostern!


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„High Five“ von Pfr. Niels Nieborg


„Christ ist erstanden“ vom Posaunenchor Herne



Flammender Impuls zum Karsamstag
Holz und mehr wird dem Feuer überlassen und verwandelt.
Wir können das Leben Christus überlassen, mit ihm sterben.



Stirb mit dem, der lebt,
dass du auferstehst
mit dem, der gestorben ist,
und lebst mit dem, der auferstanden ist.


Raphael Rombach



Karfreitagsimpuls
Ein Gedanke und ein Gebet.



Wir müssen uns immer wieder sehr lange und sehr ruhig in das Leben, Handeln, Leiden und Sterben Jesu versenken, um zu erkennen, was Gott verheißt und was erfüllt ist. Gewiss ist, dass im Leiden unsere Freude, im Sterben unser Leben verborgen ist; gewiss ist, dass wir in dem allen in einer Gemeinschaft stehen, die uns trägt.
Dietrich Bonhoeffer



Gott,
für alle, die schreien wie Jesus,
für alle Verlassenen und Einsamen bitten wir,
für Menschen, die gequält oder gefoltert werden,
für jene, die missbraucht und geschunden werden,
für jene, die an Erkrankung, Belastungen und Trauer leiden.

Hilflos halten wir sie Dir hin, alle diese Menschen,
für die wir nichts anderes tun können als zu beten.
Wir klammern uns an die Hoffnung,
dass du ihre Schreie aufnimmst
und ihre Tränen sammelst,
dass du kennen von ihnen verloren gibst
und selbst durch den Abgrund
für sie einen Weg ins Leben findest.
Tina Willms, Erdennah – Himmelweit

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