Gemeindekonzeption 2010

Unser Verständnis von Gemeinde
Die Gemeinde stellt sich unter das Wort aus 1. Tim. 2,4 „Gott will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen„. Wir erfahren Gottes Wort als Quelle der Wahrheit. Wir erfahren die Gemeinde als Ort der Hilfe zu einem gelungenen Leben. Wir sehen uns in den Willen Gottes eingebunden, Menschen in unserer Umgebung zu einem gelungenen Leben zu helfen und Erkenntnis der Wahrheit (Glaube) zu ermöglichen. Gemäß unseres elementaren Bekenntnisses ‐„Gott hilft“ – sehen wir uns zu den Menschen gesandt und sind für sie da. Auf dieser Grundlage entwickeln wir ein missionarisch‐diakonisches Profil für unsere Gemeinde.

Unsere Vision ist
eine Gemeinde von Menschen mit lebendigem Glauben
durch regelmäßige Bibellektüre und Gebete in den Gruppen und Häusern
durch die Bereitschaft zu Gesprächen über den Glauben im Alltag
durch den Willen zu christlicher Lebensführung
durch Eltern, die ihren Kindern Vorbilder des Glaubens sind und diese bewusst christlich erziehen

eine Gemeinde mit anziehenden Gottesdiensten
durch eine biblisch fundierte Verkündigung und eine zeitgemäße Gottesdienstgestaltung
durch auf Verkündigung ausgerichtete musikalische Angebote
durch Gottesdienste für Familien und für junge Gemeindeglieder.
durch eine vermehrte Beteiligung von Ehrenamtlichen bei der Gestaltung der Gottesdienste
durch Bekanntmachungen, die bis lang fern stehende Gemeindeglieder erreichen,

eine Gemeinde mit einem klaren missionarisch‐diakonischen Profil:
Unter dem Motto „Wir helfen“ konkretisieren wir unsere Anliegen:
  
Wir helfen, Gott zu hören
  
Wir helfen zur Erkenntnis der Wahrheit (des Glaubens) zu kommen
  
Wir helfen bei der Erziehung der Kinder
  
Wir helfen, Trauer zu überwinden
  
Wir helfen zu sozialen Kontakten gegen die Vereinsamung
  
Wir helfen zu einer guten und gesunden Ernährung
  
Wir verhelfen zu Lernmöglichkeiten
  
Wir fördern das friedliche Zusammenleben im Stadtteil


Wozu dient diese Gemeindekonzeption?
Eine Gemeindekonzeption beschreibt nicht die aktuelle Wirklichkeit einer Gemeinde, sondern die angestrebte Wirklichkeit. Zu diesem Zweck nennt die Konzeption auf der Basis einer Vision Ziele für die Gemeinde und Wege (Strategien), um diese Ziele zu erreichen. Die Konzeption führt zu einer Konzentration der Aktivitäten in einer Gemeinde, sie dient der Klärung über Erreichtes (Erfolge) und Nicht‐Erreichtes (Misserfolge). Aus der Konzeption können sich Veränderungen in den Strukturen einer Gemeinde (z. B. Entscheidungsprozesse oder Stellenbeschreibungen) sowie in der Gestaltung des Gemeindehaushaltes ergeben.

1. Strukturelle Voraussetzungen unserer Kirchengemeinde
Die Kirchengemeinde Bladenhorst‐Zion hat z. Z. ca. 3850 Gemeindeglieder in den Bereichen Horsthausen, Elpeshof, Pantringshof und Pöppinghausen/Bladenhorst. Die Kirchengemeinde erstreckt sich von Herne nach Castrop‐Rauxel. Die Zusammensetzung der Gemeinde und des Umfelds repräsentiert das Ruhrgebiet in der gesamtem Bandbreite: Es gibt bürgerliche Gebiete (u. a. Pöppinghausen, Pantringshof‐Eichenforst), Arbeitermilieu (u. a. Pantringshof, Elpeshof), arme Bevölkerungsgruppen (u. a. Eichenforst, Horsthausen) und Gebiete mit großem Ausländeranteil (Horsthausen, Elpeshof). Die Bergbautradition wird geachtet. Auf dem Gemeindegebiet liegt ein großes Industriegebiet (mit Hafen). Dreiviertel der Gemeindeglieder wohnen im Bereich Horsthausen‐Elpeshof. Horsthausen fordert mit seinem hohen Ausländeranteil eine besondere Aufmerksamkeit. Die Kirchengemeinde ist in die Gestaltung des bürgerschaftlichen Zusammenlebens gut eingebunden.

Die Gemeinde ist aus den vormals selbstständigen Gemeinden Bladenhorst und Zion entstanden. Das Verbindende zwischen den Bereichen Bladenhorst‐Pöpinghausen‐Pantringshof und Horsthausen‐Elpeshof gilt es weiter zu entwickeln.
Bei der Gemeindeglieder‐Struktur zeigt sich:
Die Gemeinde schrumpft durch demografische Faktoren und durch Wegzug um etwa 100 Gemeindeglieder pro Jahr. Die Gemeinde wird älter. Die Zahl der Taufen ist derzeit gering. Die Kindertagesstätte Diedrichstr. wird in Zukunft mehrheitlich nicht‐evangelische Kinder betreuen – eine Aufgabe für die Konzeptionen. Die Kindertagesstätte in Pöppinghausen wird langfristig nur erhalten bleiben können, wenn es gelingt, durch ein besonderes Profil Familien aus der Umgebung (Castrop Rauxel) anzuziehen. Die Zahl der Konfirmanden und Konfirmandinnen nimmt ab, damit auch die Basis für eine evangelische Jugend.

Gemeindezentren
Die Zionskirche mit Gemeindehaus ist das Hauptzentrum der Gemeinde. Die Lage an der Roonstraße mit ihren Einkaufsmöglichkeiten und der Bushaltestelle vor der Kirche sichert einen hohen Aufmerksamkeitswert. Ausgegliedert liegt die Kindertagesstätte (Familienzentrum) an der Diedrichstraße in Alt‐Horsthausen.
Das zweite Zentrum liegt um die Dorfkirche Pöppinghausen herum, mit dem Center‐Gebäude (ehemaliges Pfarrhaus), welches die Gemeinde zu Veranstaltungen nutzen kann, und dem Kindergarten. Die Dorfkirche gehört formal zum gemeindeeigenen Friedhof und belastet deshalb den Haushalt der Gemeinde nicht. Die Dorfkirche ist das zentrale Gebäude des Dorfes Pöppinghausen. Die Aufgabe der Paul Gerhardkirche in Pantringshof 2007 erfolgte auf Beschluss der Kirchenkreis‐Synode aus finanziellen Gründen.
Die Gemeinde nutzt seitdem das katholische St. Pius Gemeindehaus in Pantringshof‐Eichenforst (Frauenhilfe, Abendkreis und Gemeinde‐Kaffee). St Pius ist einschließlich der Kirche ein schönes und modernes Zentrum, welches aber wegen der randständigen Lage in Herne wenige Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Die katholische Gemeinde hat zu einer geregelten gemeinsamen Nutzung eingeladen („Ökumenischen Zentrum St.Pius“).

Zusammenarbeit und Ökumene:
Projektbezogene Kooperationen mit den angrenzenden Gemeinden Baukau , Börnig, Kreuz und Sodingen (aber auch mit Habinghorst) werden bereits jetzt als wünschenswert erachtet. Dabei kommt der 2009 gegründeten Synodalregion Herne eine entscheidende Bedeutung zu.
Es besteht eine gute ökumenische Zusammenarbeit mit den römisch‐katholischen Gemeinden, die sich in gemeinsamen Gottesdiensten und Veranstaltungen ausdrückt. Im Gemeindebereich Zion gibt es einen Ökumenischen Gesprächskreis. Durch die Aufgabe der Paul‐Gerhardt‐Kirche und die Beherbergung von drei Gemeindegruppen verstärkt sich die Beziehung zu St.Pius, zumal das Gemeindecafe ein beliebter Treffpunkt von katholischen und evangelischen Christen ist. Auf katholischer Seite gibt es einen Pfarrverbund Nord, der dem Gebiet der Kirchengemeinden Bladenhorst‐Zion und Baukau entspricht. Dieser Pfarrverbund wird bis 2015 in eine größere Struktur (Alt‐Herne) eingegliedert werden.
Schon bestehende Arbeit mit behinderten Menschen aus den Häusern der Lebenshilfe in Horsthausen kann in ökumenischer Weite – auch durch die Zusammenarbeit mit dem Wittekindshof in Pantringshof weiter wachsen. Regelmäßige gemeinsame Treffen des Presbyteriums mit den Pfarrgemeinderäten der katholischen Nachbargemeinden sind angestrebt.
In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Allianz beteiligt sich die Gemeinde an missionarischen Aktionen.
Durch die Horsthauser Gespräche, den Arbeitskreis Zechenring und Verbindungen in den Ortsbereichen Pantringshof und Pöppinghausen bestehen gute Stadtteil‐Kontakte zur Politik und Kommune.


2. Aktivitäten der Gemeindearbeit
2.1 Einübung lebendigen Glaubens, Schulung und Seelsorge

Glaubenskurse
Glaubenskurse sind die angemessene Form der Begegnung mit dem Christlichen Glauben für Menschen, die bisher nicht aktiv am Leben der Gemeinde teilgenommen haben. Die Gemeinde hat erste Erfahrungen in der Durchführung von Emmaus‐Kursen gesammelt.
In den nächsten Jahren weitere Angebote von Glaubenskursen für die jüngere und mittlere Generation erfolgen. Unser missionarisches Anliegen soll sich in einem aktiven Einladen zu solchen Kursen ausdrücken: durch die gesamte Gemeinde bei offenen Angeboten (wie zum Beispiel das Ladies Breakfast, nach dem Umbau der Zionskirche auch etwa Kochkurse, Konzerte, Ausstellungen), durch die Pfarrer bei Amtshandlungen, in den Kindergärten und bei Besuchen, durch einen Besuchsdienst bei bestimmten Zielgruppen (Neuzugezogene, 18 Jährige, usw.) durch die ehemaligen Kursteilnehmerinnen bei ihren Bekannten. Durch diese Kurse sollen neue Mitarbeitende aus der jüngeren und mittleren Generation für ein Engagement in den Gemeindebereichen Gottesdienst, Leitung, Öffentlichkeitsarbeit, Diakonie und Mission gewonnen, durch entsprechende Schulung vorbereitet und systematisch begleitet werden. So ergibt sich ein Gemeindeentwicklungskreislauf (siehe auch unter 2.3 Mission)

Gemeinde mit Kindern und Jugendlichen
In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wird die biblische Botschaft in kind‐ und jugendgerechter Weise vermittelt. Die Gemeinde unterstützt die Eltern bei der christlichen Erziehung. Die Gemeinde dient der aktiven Teilnahme der Familien am Gemeindeleben und der Förderung des christlichen Lebens in den Häusern.
Unsere Gemeinde hat mit der Arche eine regelmäßige Veranstaltung für 3−12 jährige Kinder. Jährlich stattfindende Kinderbibeltage ergänzen das Angebot, genauso unregelmäßig stattfindende Angebote in der Zionskirche und in Pöppinghausen (Kirche mit Kindern, Kinder‐Kirche und Natur, siehe auch Kindermusicals unter Kirchenmusik)
Die Angebote für Kinder werden mit jugendlichen Mitarbeitenden gestaltet. Diese werden von Hauptamtlichen begleitet und begleiten ihrerseits die Kinder auf dem Weg zur Jugend.

Kirchlicher Unterricht
Unsere Gemeinde versteht den kirchlichen Unterricht als Unterweisung in Gottes Wort und Gebot auf Grundlage der Bibel. Er ist nachgeholter Taufunterricht bei denen, die als Kinder getauft wurden, bzw. Taufunterricht bei denen, die im Zusammenhang mit der Konfirmation getauft werden. Er führt zur Konfirmation als Beginn einer selbstständigen Teilnahme am Gemeindeleben in Verantwortung vor Gott.
Die Kirchengemeinde Bladenhorst‐Zion arbeitet nach dem Modell KU 3 / KU 7, d. h. Kinder im 3. Schuljahr und Jugendliche im 7. Schuljahr nehmen verbindlich an Veranstaltungen für Kinder bzw. am Konfirmanden‐Unterricht teil.. Im Gegensatz zum herkömmlichen 2‐jährigen KU stehen die Kinder und Jugendlichen sowie ihre Eltern über einen Zeitraum von 5 Jahren in regelmäßigem Kontakt mit der Gemeinde.
Das Konzept des KU 3 und KU 7 wird mit ehrenamtlichen Teammitgliedern geleistet.

Die Kindertageseinrichtungen
Die pädagogischen Mitarbeiterinnen nehmen in christlicher Verantwortung ihren Betreuungs‐, Bildungs‐ und Erziehungsauftrag wahr. Sie stellen sich der Aufgabe, den Kindern eine religiöse Grundorientierung auf den Weg zu geben und christliche Werte in kindgemäßer Form zu vermitteln.
Die Zusammenarbeit der Kirchengemeinde mit den Kindergärten gestaltet sich vertrauensvoll und offen. Auch nach der Übernahme der Kindergarten‐Trägerschaft durch die Kindergartengemeinschaft des Kirchenkreises hat sich der Bezug der Gemeinde zu den Kindergärten nicht verändert. Weiterhin sind die Einrichtungen durch vielfältige Kontakte und Aktivitäten gut in die Kirchengemeinde eingebunden. Gemeinsam geplante Gottesdienste, Teilnahme an Gemeindebesprechungen und –festen sowie Aktionen, z. B. Besuch der Kindergartenkinder in der Frauenhilfe oder gemeinsam geplante Kinderbibeltage, gehören zu den regelmäßigen Berührungspunkten. Die in sechswöchigen Abständen stattfindenden Besprechungen der Kindergartenteams mit den Pfarrern und gemeinsame Teilnahme an den Kindergartenbeiratssitzungen sichern einen kontinuierlichen Austausch. Ebenso die monatlichen, von den Pfarrern gestalteten bibelpädagogischen Einheiten, bei denen die Kinder auch zu Gemeindeaktivitäten (Arche, Kinder‐Kirche) eingeladen werden. Ein religionspädagogisches Konzept liegt vor und wurde mit den Pfarrern abgestimmt.

Vertreter der Gemeinde und die Kindertageseinrichtungen haben ein Konzept zur Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinde und Kindertageseinrichtungen erarbeitet. Begegnungen mit Presbytern oder Gemeindegliedern ergeben sich auch außerhalb der Gemeindearbeit z. B. durch die Tätigkeiten in Gremien der Stadtteilarbeit oder auf informeller Ebene.

Familienzentrum und Kindergarten Diedrichstraße
Dieser Kindergarten besteht seit über 100 Jahren.
Im vergangenen Jahr ergaben sich Möglichkeiten der Begleitung durch die Pfarrer im Prozess zur Zertifizierung zum Familienzentrum und die Übernahme einer offenen Sprechstunde in Zusammenarbeit mit den anderen Kooperationspartnern. Der Kindergarten wird mehrheitlich von muslimischen Kindern besucht. Für die Zukunft wird es deshalb wichtig sein, die pädagogischen Mitarbeiterinnen für den Dialog zwischen christlichen und muslimischen Kindergarteneltern zu stärken.

Kindergarten Pöppinghausen
Diese eingruppige Einrichtung liegt neben der Dorfkirche umgeben von Wiesen und Feldern. Zu den Schwerpunkten gehört die Betreuung der unter drei‐jährigen Kinder. Die aktive Teilnahme der Eltern am Kindergartenleben wird von der Einrichtung gefördert und von den Eltern engagiert wahrgenommen. Der Kindergarten bietet mit dem Center (städtische Jugendeinrichtung) und der Dorfkirche einen Treff‐ und Mittelpunkt für Pöppinghausen.

Frauen‐ und Männerarbeit
In der Gemeinde treffen sich drei Frauenhilfsgruppen regelmäßig. Die Teilnehmerinnen stellen sich unter Gottes Wort und bilden sich fort. Die Vorsitzenden besuchen regelmäßig die Mitglieder der Gruppen. Die drei Frauenhilfsgruppen werden in den nächsten Jahren über eine intensive Zusammenarbeit bis hin zur Zusammenlegung nachdenken. Sie bleiben als Forum für Frauen über 60 Jahre attraktiv.
Der Frauen‐Montagskreis in Pöppinghausen und der Abendkreis in Pantringshof sind stabil und im Altersdurchschnitt jünger. Die Montagabendkreise sollen auf eine stärkere Integration in das Leben der Gemeinde angesprochen werden. Der Hausbibelkreis und der Männerkreis sind relativ feste Kreise, die miteinander alt geworden sind und der Begegnung sowie der Vertiefung des geistlichen Lebens dienen.
Offene Angebote wie das Ladies Breakfast und das Gemeindecafé in St. Pius erreichen auch Außenstehende.
Der Ökumenischer Gesprächskreis in St. Josef sollte wieder stärker für evangelische Mitglieder beworben werden. Es treffen sich darüber hinaus in der Gemeinde gesellige und kreative Gruppen, die auf eine intensivere Gemeindeanbindung hin angesprochen werden können.
Seelsorge ist die Verkündigung des Wortes Gottes an den Einzelnen in seiner jeweiligen persönlichen Lage. Alle Gemeindeglieder sind zur Seelsorge berufen, in dem sie Gottes Wort bezeugen, Trost spenden, Vergebung gewähren, zur Umkehr mahnen sowie füreinander beten. Die Pfarrer tun dies in besonderer Weise durch ihre Haus‐ und Krankenbesuche. Seelsorge geschieht aber vor allem in den Gemeinde‐Gruppen und –kreisen.


2.2 Gottesdienst und Kirchenmusik
Zentraler Ort der Verkündigung und der Darreichung der Sakramente ist der sonntägliche Gottesdienst. Durch die Predigt des Evangeliums wirkt der Heilige Geist Glauben an Jesus Christus. Er führt zur Umkehr, stärkt die Gemeinde mit seinen Gaben und sendet sie zum Dienst in der Welt.
Die Ordnung der Gottesdienste wird vom Presbyterium beschlossen. Verschiedene Gottesdienstformen für verschiedene Zielgruppen sind erwünscht. Familiengottesdienste werden in Verbindung mit Kinderveranstaltungen (z. B. der Kinder‐Arche) angeboten. Kindergottesdienste und Jugendgottesdienste werden von Gemeindegliedern geleitet, die von den Pfarrern für ihren Dienst vorbereitet und begleitet werden. Besondere Segnungsgottesdienste sollen regelmäßig stattfinden Das Presbyterium soll hierfür im Laufe des Jahres 2010 eine Form sowie Zeiten und Orte festlegen.
Gottesdienstorte: Die Gottesdienste finden mit Ausnahme der Schulgottesdienste in der Zionskirche, der Dorfkirche in Pöppinghausen oder in ökumenischer Verbundenheit in den katholischen Kirchen St. Barbara, St. Joseph oder St. Pius statt. Erntedank in der Scheune der WFB. Mindestens einmal im Jahr sollen Gottesdienste unter freiem Himmel an zentralen Orten der Gemeinde gefeiert werden. Besonderer Gottesdienste (Festgottesdienste, Themengottesdienste etc.) finden möglichst am 3. oder 4. Sonntag im Monat in der Zionskirche statt.
Fahrdienste zu den einzelnen Veranstaltungen werden bedarfsorientiert von der Zionskirche über Pantringshof zur Pöppinghauser Dorfkirche oder in entgegengesetzter Richtung angeboten.

Im Rahmen eines zu entwickelnden Gottesdienstkonzepts sollen Gottesdienstorte und Gottesdienstzeiten noch einmal geprüft werden. Zu den Gottesdiensten zählt in jedem Fall das Beisammensein zum anschließenden Kaffeetrinken, manchmal auch zum gemeinsamen Mittagessen. Die Gemeinde sieht hierin eine die Gemeinschaft fördernde Form. Zum Gottesdienst in Zion gehört auch der Büchertisch mit variierenden Angeboten.

Taufe
Die Sakramente stellen eine besondere Form der Verkündigung des Wortes Gottes dar. Die Gemeinde befürwortet die Kinder‐ und Säuglingstaufe als Ausdruck der voraussetzungslosen Gnade Gottes in Jesus Christus, die uns vor unserer eigenen Entscheidung zu Kindern Gottes erwählt. Die zur Gemeinde gehörenden Eltern werden ermutigt, ihre Kinder im Säuglings‐ oder Kindesalter taufen zu lassen.
Der Erwachsenentaufe geht eine christliche Unterweisung voraus. Die Gemeinde sieht den Kirchlichen Unterricht und die Konfirmation im Zusammenhang der Kindertaufe als nachgeholten Taufunterricht, der zu einem selbst verantworteten Bekenntnis im Glauben an Jesus Christus und zur Teilnahme am Abendmahl führt.
Der Empfang der Taufe ist Teil des Gottesdienstes der Gemeinde und findet darum im Gemeindegottesdienst statt. Die Eltern werden in einem vorhergehenden Taufgespräch einladend auf die Angebote der Gemeinde (wie z. B. Krabbelgruppen) aufmerksam gemacht. Die Familien werden nach der Taufe weiter begleitet, z. B. durch ein Anschreiben ein Jahr nach der Taufe sowie durch Einladungen zu besonderen Tauferinnerungsgottesdiensten und zu Kindergartenfesten.

Abendmahl
Zentrum der Abendmahlsfeier ist Jesus Christus, der am Kreuz seinen Leib für uns gegeben und sein Blut für uns vergossen hat. Er ist unter Brot und Wein (Saft) gegenwärtig und lädt seine Gemeinde an seinen Tisch ein. Die Abendmahlsfeier ist mit einem im Gottesdienst vorausgehenden Schuldbekenntnis mit Vergebungszusage verbunden. Das Abendmahl wird in der Zionskirche an jedem Sonntag und in der Dorfkirche Pöppinghausen mindestens an einem Sonntag im Monat gefeiert.
Die Frage der Teilnahme von getauften Kindern am Abendmahl ist zu diskutieren. Das Presbyterium soll sich im Rahmen der zu erstellenden Gottesdienstkonzeption mit der Frage des Abendmahls für (getaufte) Kinder auseinandersetzen und eine entsprechende Form erarbeiten. Die Pfarrer reichen das Abendmahl kranken und gebrechlichen Gemeindegliedern auf deren Wunsch hin zu Hause oder am Krankenbett.

Gottesdienste zu den Amtshandlungen
Die Gottesdienste zu den Amtshandlungen dienen der Verkündigung von Gottes Wort aus Anlass der Eheschließung oder des Todes von Gemeindegliedern. Letztere finden entsprechend den örtlichen Gegebenheiten entweder in der Kirche oder auf dem Friedhof statt.
Die Trauungen weisen die Anwesenden auf biblisch‐christliche Lebensgestaltung hin. Sie erfolgen nach den kirchlichen Ordnungen und bieten den Ehepaaren alle Möglichkeiten eigener Beteiligung bei der Gestaltung des Gottesdienstes. Hierzu erfolgen in der Regel zweimalige vorbereitende Treffen der Pfarrer mit dem Trau‐Paar. Ein Jahr nach der Trauung nehmen die Pfarrer noch einmal Kontakt mit dem Brautpaar auf. Dabei können auch Einladungen zu Glaubenskursen ausgesprochen werden.
Den größeren Teil der Amtshandlungen machen die Bestattungen aus. Dabei werden die Angehörigen Verstorbener begleitet. Die Begleitung der Trauernden soll durch eine Kontaktaufnahme 6 Wochen nach der Bestattung angeboten werden. Erfahrungsgemäß sind Trauernde dankbar für geistliche und soziale Formen der gemeindlichen Trauerbegleitung. Die Gemeinde wird über begleitende Gruppen (Trauer‐Kurse) nachdenken. Die Pfarrer sollen Realisierungsmöglichkeiten solcher Angebote prüfen.

Schulgottesdienste
Die Schulgottesdienste erfolgen in Absprache mit den Grundschulen am Ort. Sie werden in Zusammenarbeit mit den evangelischen Religionslehrern und ‐lehrerinnen von den Pfarrern gestaltet. Sie können in ökumenischer Verbundenheit gehalten werden.

Tamilischer Gottesdienst
Einmal in der Woche findet im Gemeindehaus ein tamilischer Gottesdienst statt. Die Zusammenarbeit mit der tamilischen Gemeinde bei der gemeinsamen Gestaltung von Gottesdiensten soll gesucht werden.

Kirchenmusik
Kirchenmusik ist eine besondere Form der Anbetung. Zur Aufgabe der Kirchenmusik gehört die Mitgestaltung und Begleitung durch Orgel und Klavierspiel bei Gottesdiensten aller Art und bei Amtshandlungen.
Ein Chor für Jugendliche und Erwachsene probt regelmäßig und gestaltet Gottesdienste mit. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist das Erarbeiten und Aufführen von Kindermusicals (ein‐ oder zweimal im Jahr) mit Kindern ab 8 Jahren.


2.3 Diakonische und Missionarische Aktivitäten
Diakonie
Die Gemeinde versteht unter Diakonie eine reale Hilfe für auf dem Gebiet der Gemeinde lebende Menschen, die für die entsprechenden Angebote offen sind. Diese Diakonie kann sich in der Beherbergung dieser Menschen auf Zeit bzw. in Formen der befristeten Gemeinschaft ausdrücken. Das diakonische Engagement schließt ein missionarisches Engagement nicht aus, ist aber von diesem zu unterscheiden.

Teiloffene Tür (ToT) und Teentreff– die offene Kinder‐ und Jugendarbeit
Die ToT leistet eine offene Kinder‐ und Jugendarbeit. Das Programm schließt Kinder und Jugendliche mit ein, die im Anschluss an die Oase (s. u.) bereits im Gemeindehaus sind. So werden Besucherzahlen von etwa 20 Teilnehmenden erreicht. Die ToT hat dienstags und donnerstags zweieinhalb Stunden (von 16:00–18:30 Uhr) geöffnet und macht Kreativ‐ und Spielangebote (Basteln, Kickern.) und Außenangebote Es gibt neben Möglichkeiten des gemeinsamen Spielens auch Gelegenheit mit Computern zu spielen sowie besondere Aktionen. Die Besucher im Alter zwischen 8−13 Jahren sind religiös und konfessionell gemischt.
Ein offenes Angebot für Jugendliche nach der Konfirmation ist der Teentreff, der in der Regel einmal im Monat freitags stattfindet. Er soll als Ort der Begegnung die Gemeindejugend stärken.

OASE
Um das Motto „Wir helfen“ in einem Projekt umzusetzen hat die Kirchengemeinde zusammen mit der Schuldnerberatung die „Oase‐Mittagstisch und mehr… für Kids und Teens eV“ initiiert, Mit der Beherbergung des weltanschaulich unabhängigen Vereins identifizieren sich viele Gemeindeglieder und noch mehr Gemeindeferne mit dem Ziel, von Armut betroffenen Kindern und Jugendlichen zu helfen und ihnen Angebote zur Lebensbewältigung zu machen. Mit der Oase kann die Gemeinde mittelbar viele Menschen ansprechen, die sonst nicht in Kontakt zur Kirche gekommen wären.
Die Gemeinde ist sich der Tatsache bewusst, dass mit der Oase nur ein Aspekt von Armut im Umfeld aufgegriffen wurde. Sie wird bewusst die Entwicklung in dieser Hinsicht verfolgen und reagieren, sofern sich Möglichkeiten auftun.

Kirche mit von Behinderung betroffenen Menschen:
Die Gemeinde erhält gute Beziehungen mit den drei Einrichtung für Menschen mit Behinderung auf dem Gebiet der Gemeinde. Ein Kreis Ehrenamtlich Mitarbeitender trifft sich regelmäßig mit Bewohnern der Lebenshilfe‐Heime zu Gesellschaftsspielen. Die Kirchenmusikerin leitet einen Chor in den Werkstätten für Behinderte. Regelmäßig wird das Erntedankfest der Gemeinde in der Gärtnerei der Werkstätten gefeiert. Ein gemeinsamer Adventsmarkt soll 2010 ausprobiert werden. Mit den Verantwortlichen des Wohnheims am Emsring ist ein regelmäßiger ökumenischer Gottesdienst geplant.

Kirche mit Asylsuchenden:
Im Arbeitskreis „Zechenring“ engagiert sich die Gemeinde an der Seite der Katholischen Gemeinde und der Flüchtlingsberatung im Kirchenkreis für Bewohner der Übergangsheime am Zechenring. Der Augenmerk liegt hier besonders auf der Arbeit mit den Kindern.

Kirche mit Senioren:
Mit den Geburtstagsfeiern für Gemeindeglieder ab 70 ist der Anfang für eine eigenständige Seniorenarbeit gemacht. Nach dem Umbau der Zionskirche soll ein offenes Angebot (Senioren OT) für Senioren erfolgen – Gedacht ist an einen regelmäßigen Mittagstisch.
Der Plan für einen besonderen Besuchsdienst für Senioren konnte noch nicht umgesetzt werden, da sich bisher zu wenig Freiwillige gemeldet haben.

Mission
Die Gemeinde versteht ihre Mission darin, interessierten Menschen, die bisher nicht aktiv in die Gemeinde eingebunden sind, ein gezieltes Angebot zur Orientierung im Glauben zu unterbreiten (Glaubenskurse) und ihnen danach ein ihren Gaben und Neigungen entsprechendes Angebot zu Mitarbeit zu unterbreiten. Sie sollen so für ein Leben mit Jesus und in der Gemeinde vorbereitet werden. Wir hoffen, damit die im biblischen Leitwort bezeichnete Hilfe zur Erkenntnis der Wahrheit angemessen umzusetzen. Die Mission der Gemeinde schließt sich insofern an die in 2.1 bezeichnete Einübung im Glauben an.
Unser missionarisches Anliegen soll sich in einem aktiven Einladen zu Gottesdiensten und Glaubenskursen ausdrücken: durch die gesamte Gemeinde bei offenen Angeboten, durch die Pfarrer bei Amtshandlungen, in den Kindergärten und bei Besuchen, durch einen Besuchsdienst, durch die ehemaligen Kursteilnehmenden bei ihren Bekannten. Durch diese Kurse sollen neue Mitarbeitende aus der jüngeren und mittleren Generation für ein Engagement in den Gemeindebereichen Gottesdienst, Leitung, Öffentlichkeitsarbeit, Diakonie und Mission gewonnen, durch entsprechende Schulung vorbereitet und systematisch begleitet werden. So ergibt sich ein Gemeindeentwicklungskreislauf (siehe Rückseite)


2.4 Öffentlichkeitsarbeit und Besuchsdienst
Die Gemeinde macht auf verschiedene Weise durch Öffentlichkeitsarbeit ihre Veranstaltungen bekannt: mit aktuellen Schaukästen, Pressehinweisen sowie einer Internetseite. Zukünftig soll über verschiedene Mail‐Verteiler eine zielgerichtete Kommunikation mit Mitarbeitenden und interessierten Gemeindegliedern erfolgen. Das Gemeinde‐Info‐Blatt mit den Telefonnummern der einzelnen Kreise erscheint mindestens zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst. Es nennt die Verantwortlichen der Kreise sowie besondere Aktivitäten. Ein Gemeindebrief erscheint zweimal im Jahr (im März/Ostern und im Dezember/Weihnachten). Er wird in alle Haushalte der Gemeinde verteilt.
Die Gemeinde nimmt sich vor, einen Besuchsdienst ins Leben zu rufen und damit bestimmte Zielgruppen systematisch zu erreichen.


3. Strukturen der Gemeinde
3.1. Leitung und ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde

Ehrenamtlich Mitarbeitende
Etwa 60 Ehrenamtliche sind in der Kirchengemeinde tätig. Ehrenamtliches Engagement gehört zu einer lebendigen Gemeinde.
Gemeindeglieder werden entsprechend ihrer Gaben und Neigungen auf ehrenamtliche Mitarbeit hin angesprochen. Sie werden auf ihre Aufgabe angemessen vorbereitet und bei Übernahme eines Dienstes systematisch begleitet. Ehrenamtliche Mitarbeit wird z. B. in Form von Dankeschön‐Feiern, von Geburtagsgeschenken sowie durch Beauftragungen und Verabschiedungen im gottesdienstlichen Rahmen wertgeschätzt. Die MitarbeiterInnen sind durch Gemeindeversammlungen informiert und an den Gemeindeentwicklungsprozessen beteiligt. Um die Kommunikation unter den Mitarbeitenden und Gruppen zu verbessern werden diese regelmäßig zur Beteiligung an „Berichts‐ und Werbeblöcken“ im Gottesdienst eingeladen. Eine systematische Erfassung der ehrenamtlichen Tätigkeiten (mit den jeweiligen Anforderungen und dem jeweiligen Zeitaufwand) soll in den nächsten Jahren kontinuierlich erfolgen. Sie soll zur gezielten Mitarbeiterwerbung führen.

Presbyterium:
Die Leitung der Gemeinde geschieht durch das Presbyterium zusammen mit den Pfarrern. Die Gemeindeleitung trägt zusammen mit der Gemeinde Sorge dafür, dass im Gottesdienst, zu dem sich die Gemeinde versammelt, das Wort Gottes recht verkündigt und die Sakramente recht verwaltet werden.
Die Gemeindeleitung trägt dafür Sorge, dass das Evangelium gemäß dem in der Gemeinde geltenden Bekenntnis in Lehre, Leben und Dienst wirksam bezeugt wird.
Die Gemeindeleitung verantwortet Personalfragen und die Verwaltung der Gemeindefinanzen.
Die Aufgabenverteilung im Presbyterium erfolgt nach persönlichen Neigungen. Jeder Presbyter, jede Presbyterin ist in mindestens einem Gemeindebereich engagiert und kann dadurch aus diesem Bereich der Gemeinde informieren. Das Presbyterium leitet die Gemeinde in gemeinsamer Verantwortung und trifft sich regelmäßig zu Sitzungen, im Gottesdienst und bei anderen Veranstaltungen, um die Gemeinschaft und eine gute Zusammenarbeit zu pflegen.

Gemeindeversammlungen
In der Regel einmal im Jahr werden die alle Gemeindeglieder zu einer öffentlichen Gemeindeversammlung eingeladen. Sie dient zur Information über Arbeitsbereiche und zur Diskussion strategischer Entscheidungen.
Einmal im Jahr werden die Mitarbeitenden sowie die interessierte Öffentlichkeit zu einem Austausch über Entwicklungen im beginnenden Jahr eingeladen (Neujahrsempfang).

Arbeitsgruppen:
Das Presbyterium kann zu seiner Entlastung ständige oder befristete Arbeitsgruppen einsetzen. Dieser Konzeption entsprechend sind neben einem Bauausschuss und einem Finanzausschuss Arbeitsgruppen für die Bereiche Schulung, Gottesdienst, Diakonie, Mission, Öffentlichkeitsarbeit oder auch Jugendarbeit und Seniorenarbeit denkbar. Das Presbyterium wird diese Frage im Rahmen einer Geschäftsordnung klären.

Feste und Feiern
Alle zwei Jahre (in den geraden Jahren) findet sich die Gesamtgemeinde zu einem GEMEINDEFEST zusammenfinden. In den dazwischen liegenden Jahren sind besondere Feiern zu Jubiläen oder anderen Anlässen erwünscht. So bereitet sich die Gemeinde auf Feiern angesichts des 150jährigen Jubiläums der Pöppinghauser Dorfkirche im Jahr 2011 vor.

3.2. Die hauptamtlich Mitarbeitenden:
Die Pfarrer, die Kirchenmusikerin, die Küsterin, Die Angestellten im Gemeindebüro und in der Jugendarbeit.
Die Gemeinde wird für die kommenden fünf Jahre den gegenwärtig gültigen Stellenplan wenn möglich nicht verändern. Alle hauptamtlich Mitarbeitenden werden sich in Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlichen an der gewissenhaften Umsetzung dieser Konzeption beteiligen. In regelmäßigem Abstand (mindestens einmal in den kommenden fünf Jahren) sollen Ihre Dienstanweisungen überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.


4. Gebäude
Die Gebäude der Kirchengemeinde sind dem Alter entsprechend erhalten und bedürfen fortlaufender Renovierung. Der Komplex Zionskirche soll im Rahmen der Gemeindeentwicklung neu gestaltet werden. Ziel der Überlegungen ist eine Öffnung nach außen, Einsparungen im Betrieb sowie die Ermöglichung neuer Arbeitsbereiche. Die Zionskirche und die Gemeinderäume müssen dem Bedarf Rechnung tragen, dass die Menschen heute eine ansprechende Atmosphäre der Räumlichkeiten erwarten. Sie braucht für zunehmend kleinere Gruppen ein entsprechendes Raumkonzept.

Die Pöppinghauser Dorfkirche ist seit 2006 ausgegliedert aus dem Haushalt der Gemeinde. Sie soll im Vorlauf des Jubiläums durch einen neuen Innenanstrich, neue Antependien und eine verbesserte Beschallung aufgewertet werden.


Stärken und Schwächen unserer Gemeinde:
Stärken:
Die Gemeinde hat eine große Anzahl von Gruppen, von denen viele unter verantwortlicher Leitung von ehrenamtlich Mitarbeitenden stehen. Die Zahl der Mitarbeitenden ist insgesamt erfreulich groß, die Aktivitäten entsprechend vielfältig.
Die Gemeinde hat finanzielle Rücklagen. Sie hat zwei gut geführte und anerkannte Kindergärten. Es existiert eine gute Vernetzung mit den örtlichen Akteuren (Vereine, Parteien usw.). Mit der Oase beherbergt die Gemeinde ein in ganz Herne bekanntes Projekt mit einem guten Ruf. Die Gemeinde hat in den letzten Jahren ihre Bereitschaft und Fähigkeit zur Weiterentwicklung unter Beweis gestellt.

Schwächen:
Bei der Vielfalt der Gruppen und Aktivitäten wird ein Mangel an interner Kommunikation festgestellt. Der Altersdurchschnitt der Gottesdienstbesucher und der verantwortlichen Mitarbeitenden liegt relativ hoch. In den nächsten Jahren ist aufgrund des biologischen Faktors ein Einbruch sowohl bei den Gottesdienstbesucherzahlen als auch bei der Anzahl der Mitarbeitenden – und damit bei der entsprechenden Vielfalt der Aktivitäten – zu befürchten. Dies gilt (mit Ausnahme der Oase und der Jugendarbeit im Allgemeinen) insbesondere für die diakonischen Aufgaben der Gemeinde und für die Arbeit mit Senioren.
Der bauliche Zustand des Gemeindehauses an der Zionskirche entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen und Erwartungen an eine angemessene Atmosphäre für Menschen, die neu zur Gemeinde finden. Eine umfassende Renovierung oder ein Umbau ist erforderlich.

Vorgesehene Maßnahmen
Aufgrund unserer Vision und der Analyse von Stärken und Schwächen identifizieren wir für die kommenden fünf Jahre vier generelle Maßnahmebereiche:

1. Gemeindekultur / Gebäude:
Wir möchten offen sein für Mitmenschen der jüngeren (16−30 Jahre) und mittleren (30−60 Jahre) Generation und für diese Gruppen eine Spiritualität der Gastfreundschaft ausstrahlen:
Wir nehmen uns vor:
Umgestaltung der Zionskirche bzw. des Gemeindehauses
Neuer Innenanstrich der Dorfkirche Pöppinghausen
Schulungen in gastfreundlichem Verhalten
Förderung gastronomischer Ereignisse, von Ausstellungen und Konzerten
 
2. Ehrenamt:
Wir möchten die Anzahl der ehrenamtlich Engagierten im Alter zwischen 16 und 60 Jahren vergrößern, ihnen deutliche Verantwortungsbereiche zuweisen und Ihre Rolle in der Gemeinde stärken.
Wir nehmen uns vor:
Die Gewinnung, Schulung und systematische Begleitung Ehrenamtlicher für und in Leitungsfunktionen (Gemeindeleitung, Finanzverwaltung, Fundraising, Gebäudemanagement, Öffentlichkeitsarbeit) sowie in liturgischen Funktionen (musikalische und inhaltliche Gestaltung der Gottesdienste, Andachten in Gruppen)

3. Gottesdienst:
Wir möchten die Anzahl der Gottesdienstbesucher im Alter zwischen 14 und 60 erhöhen.
Wir nehmen uns vor:
Für Gottesdienste mit Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern (Familien) wird ein neues Gottesdienst‐Konzept entwickelt, das auf erlebnisorientierte Gottesdienste mit populärer Musik und einer der heutigen Sprache angemessenen Liturgie abzielt.

4. Besuche und Öffentlichkeitsarbeit:
Wir suchen den gezielten und gestalteten Kontakt mit den Menschen außerhalb der kirchlichen Gebäude.
Wir nehmen uns vor:
Intensivere Nutzung des Internet (Web‐Site und Mailings)
Optimierung des Gemeindebriefs
Aufbau eines Besuchsdienstes




Spendenaufruf für die Jugendarbeit der Gemeinde

Der Arche Zion e. V. engagiert sich für die Jugendarbeit der evangelischen Kirchengemeinde Bladenhorst‐Zion. Möchten Sie den Arche Zion e. V. darin unterstützen, können Sie Ihre Spende, für die Sie auf Wunsch eine Spendenquittung erhalten können, im Gemeindebüro abgeben oder auf das folgende Konto überweisen.

Zahlungsempfänger:

Arche Zion e. V.

IBAN:
DE62 4325 0030 0004 4050 49

BIC:
WELADED1HRN

Nähere Informationen zum Arche Zion e. V. finden Sie hier.
11.02.2017